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Ein Tag beim Elektromeister

18. Februar 2020

Der Jobtitel Elektriker ist veraltet. Die korrekte Bezeichnung für das Berufsbild ist inzwischen Elektroniker. Nichtsdestotrotz "firmiert" das Berufsprofil im allgemeinen Sprachgebrauch noch unter seiner alten Bezeichnung.

Elektriker haben in ihrem Arbeitsalltag die folgenden Aufgaben zu bewältigen:

  • Entwurf und Installation elektrischer Bauteile und Anlagen wie Heizungs- oder Abwassersysteme, Wärmekraftwerke, Roboter in der Fertigungsstraße und elektrotechnische Anlagen, die mit Hochspannung als Antriebsquelle arbeiten
  • Reparaturen
  • Beheben von Störungen
  • Installation von Leitungsführungssystemen, Energie- und Informationsleitungen
  • Programmierung, Konfiguration und Prüfung elektrischer Systeme und deren Sicherheitseinrichtungen
  • Übergabe neuer Anlagen an die Anwender
  • Bedienungsunterweisung

Elektriker müssen in ihrem Beruf mit hochkomplizierten und innovativen Techniken umgehen. Das verlangt von ihnen ab, sich ständig auf dem Laufenden zu halten. Denn in kaum einen anderen Bereich entwickeln sich Arbeitsinhalte so rasant und dynamisch weiter wie in der Elektronik. 

Die besten Beispiele dafür sind die Bereiche mobile Kommunikation und der intelligenten Vernetzung. Hier vergeht kaum ein Tag ohne Neuentwicklungen oder Innovationen. Daher müssen sich Elektriker konstant weiterbilden und in ihrem Berufsalltag nicht nur Einsatzbereitschaft und Teamfähigkeit zeigen, sondern auch wissbegierig sein und unter Belastung selbstständig arbeiten können.

Übrigens wird darauf schon zu Beginn des Berufslebens streng geachtet: Kann beispielsweise ein Ausbildungsbetrieb in der Lehre wegen der eigenen Spezialisierung nicht alle Aspekte, die vermittelt werden sollten, vermitteln, ist das kein Beinbruch. Wissen, das die Azubis in ihrem Berufsalltag nicht erwerben, können sie sich in betrieblichen Ausbildungszentren ihrer Innung vor Ort aneignen. Hier werden sie in allen wichtigen, Feldern geschult.

Auf dem Arbeitsmarkt sind Elektriker gefragte Fachkräfte, die Work Life Balance ist in der Regel ausgewogen.

 

Wie wird man Elektriker?

Die Ausbildung zum Elektriker dauert drei Jahre und findet parallel im Betrieb und der Berufsschule statt. Sie ist also dual organisiert. Angeboten wird sie in den folgenden Fachrichtungen:

  • Automatisierungstechnik: Hier geht es um die Wartung, Installation und Instandhaltung elektronischer Industrieanlagen wie Produktionsanlagen oder Verkehrsleitsysteme.
  • Energie- und Gebäudetechnik: Elektriker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik sind verantwortlich für elektronische Systeme und Anlagen in Gebäuden. Sie planen und installieren Sicherungen und Anschlüsse. Auch die Funktionalität von Heizungs- oder Klimaanlagen gehört zum Aufgabengebiet.
  • Informations- und Telekommunikationstechnik: Bei dieser Spezialisierung geht es um das Entwerfen und Installieren elektronischer Kommunikations- und Sicherheitssysteme. Zum Beispiel Telefonsysteme und Alarmanlagen.

Während der Lehre stehen zum Beispiel die folgenden Inhalte auf dem Lehrplan:

  • Planen von Arbeitsabläufen
  • Montieren und Demontieren von Baugruppen
  • Berechnung und Messung elektrischer Größen
  • Kalkulationen nach betrieblichen Vorgaben durchführen
  • Anlagen beurteilen
  • Entwerfen von Anlagenänderungen und -erweiterungen
  • Festlegen von Schutzmaßnahmen
  • Zusammenbauen von Einschüben, Gehäuse und Schaltgerätekombinationen
  • Funktionen von Anlagen und Sicherheitseinrichtungen zu prüfen
  • Serviceleistungen durchführen und dokumentieren

 

Arbeitgeber: Wer sucht Elektriker

Elektriker finden in folgenden Bereichen Beschäftigungsmöglichkeiten:

  • Elektrotechnikerhandwerk
  • Immobilienwirtschaft
  • Facility-Management
  • Dienstleistungsgewerbe